Physikalische Wasserenthärtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter diese Bezeichnung fallen Verfahren, die mittels elektrischer oder magnetischer Felder die Struktur der Kalkkristalle so verändern sollen, dass eine Ablagerung an Rohren vermindert werde. Hierbei werden z. B. Magneten oder stromführende Drähte außen an Wasserrohre angebracht oder mit Wechselspannung angesteuerte Platten im Inneren des durchströmten Gerätes unmittelbar in den Weg des Wassers verbracht. Manche Geräte sind noch mit einem „Vorfilter“ ausgestattet, der in Wirklichkeit ein kleiner Ionenaustauscher ist.

Die Stiftung Warentest veröffentlichte im Januar 2000 eine Untersuchung derartiger Wasserbehandlungsgeräte. Es konnte meist keinerlei Wirkung festgestellt werden; allein die drei Geräte mit regelmäßig zu wechselnder Filterpatrone zeigten eine deutliche Verminderung von Kalkablagerungen in Elektroboilern.[1] Das Ergebnis eines früheren Tests der Stiftung Warentest aus dem Jahr 1985[2] wurde damit bestätigt. Auf Nachfrage wann es nach über 20 Jahren einen neuen Test geben würde, antwortete man, dass selbst der DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches) keine neuen Erkenntnisse habe, da sich dem zu Grunde liegenden Funktionsprinzip nicht geändert hat, obwohl es neue Hersteller geben würde.[1]

Eine plausible Hypothese für eine Wirksamkeit solcher Verfahren existiert nicht, und veröffentlichte „wissenschaftliche“ Experimente zur Wirksamkeit sind nicht reproduzierbar.[3] Dazu gehört eine vom schweizerischen Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft in Auftrag gegebenen Studie im Rahmen einer Dissertation.[4][5]

 

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